Österreich und speziell Oberösterreich als exportstärkstes Bundesland müssen umfassend auf globale Trends reagieren, um den Wohlstand zu halten. Der Studiengang „Global Sales and Marketing“ (GSM) an der Steyrer Fakultät der FH Oberösterreich bildet einerseits Nachwuchskräfte für die Unternehmen aus, um diese am globalen Markt auf Erfolgskurs zu halten. Mit der „Cross-cultural Business Conference“ bot er zudem auch heuer ein Forum, um dem Wandel im internationalen Business nachzuspüren. Fazit: Kulturelle und geopolitische Faktoren sowie die aufstrebende Künstliche Intelligenz (KI) beeinflussen sich zunehmend gegenseitig.
Neben studienbezogenen Themen wie KI und Datenkompetenz, interkulturelles Management, Mobilität von Fachkräften oder Kundenbindung widmeten sich zwei Keynotes dem Blick auf das „große Ganze“.
„Energie vor Ort“ als Knackpunkt für Industriestandorte
Langjährige Erfahrung als Handelsdelegierter auf mehreren Kontinenten bilden den Erfahrungshintergrund, den Georg Weingartner den rund 80 Teilnehmer*innen der CCBC bieten konnte. Der nunmehrige Regionaldirektor der Wirtschaftskammer Österreich für den Balkan und Südosteuropa kennt die wirtschaftlichen Herausforderungen in politisch instabilen Regionen aus eigenem Erleben: „Die Energieverfügbarkeit an Produktionsstandorten, die Resilienz der Lieferketten und die politische Stabilität werden zu entscheidenden Faktoren, die unternehmerische Entscheidungen beeinflussen“. Das führe, so Weingartner weiter, „zu einer wachsenden Bedeutung von Nachhaltigkeits- und Compliance-Themen“.
UNO soll verlorenes Terrain als globaler Akteur gut machen
Die Vereinten Nationen (UNO) wurden als globaler Faktor der Stabilität konzipiert, können diesem Anspruch aber nicht immer gerecht werden. Ramu Damodaran hat seine Karriere in der UNO gemacht und ist aktuell für deren „Zwischenstaatliche Universität für Frieden“ (UPEACE) tätig. Er sensibilisierte die Teilnehmer*innen für ein zentrales Versprechen der UNO-Charta: „In einer Zeit zunehmend vielfältiger plurinationaler und globaler Strukturen kommen wir auf einen Satz in der Präambel der UN-Charta zurück, um ihn neu zu beleuchten – nämlich jenen, der von der Förderung von „sozialem Fortschritt und einem besseren Lebensstandard in größerer Freiheit“ handelt“. Eine international vernetzte Wirtschaft hat das Potenzial, hier positive Impulse zu setzen.
Absolvent*innen vernetzen (Ober-)Österreichs Wirtschaft mit der Welt
„Als Studiengang Global Sales and Marketing ist es uns wichtig, unser internationales Netzwerk an die FH Oberösterreich nach Steyr zu bringen, uns über die neuesten wissenschaftlichen und didaktischen Erkenntnisse auszutauschen, Brücken zu bauen und voneinander zu lernen“, sagt GSM-Studiengangsleiterin Margarethe Überwimmer. In der exportorientierten Region Oberösterreich begleite man, so Überwimmer weiter, junge Erwachsene in ihrer akademischen Bildung und bereite sie für das internationale Geschäft vor: „Erfolgreich sind wir dann, wenn wie schon bisher viele Absolvent*innen mit ihrem Know-how einen wirksamen Beitrag für Wirtschaft und Wohlstand in (Ober-)Österreich liefern.“
Global Sales and Marketing am Campus Steyr
„Global Sales and Marketing“ (GSM) wird am Campus Steyr der FH Oberösterreich als englischsprachiges Bachelor- und Masterstudium angeboten. Im Forschungsschwerpunkt „Global Business Management“ wird dazu angewandte Forschung gemeinsam mit Unternehmen betrieben.
Die Cross-cultural Business Conference (CCBC) 2026 unter dem Motto: „Bridging Intelligences: Culture, AI, and the Future of International Business” war bereits die 15. Ausgabe dieses Formats.
Über die FH OÖ
Die FH OÖ ist die forschungsstärkste Fachhochschule Österreichs. An unseren vier Standorten werden unterschiedliche Studienschwerpunkte angeboten: Informatik, Kommunikation und Medien am Campus Hagenberg, Medizintechnik und Angewandte Sozialwissenschaften am Campus Linz, Wirtschaft und Management am Campus Steyr sowie Technik und Angewandte Naturwissenschaften am Campus Wels. Mit 75 Bachelor- und Masterstudiengängen, von denen 32 berufsbegleitend studiert werden können, offeriert die FH OÖ ein breitgefächertes Angebot an praxisorientierten und innovativen Studiengängen. Weitere Informationen sind auf der Website zu finden: Fachhochschule Oberösterreich.











